DeJaK-Tomonokai e.V.

  • DeJaK‑Tomonokai e.V. (Deutsch-Japanischer Verein für kultursensible Pflege) wurde im Februar 2012 gegründet und im Amtsgericht Bochum registriert.
  • Die Gründerin, Frau Yoshiko Watanabe‑Rögner († Oktober 2018), pflegte zunächst eine japanischsprachige Demenzpatientin und erkannte den Bedarf an kultursensibler Betreuung. Sie initiierte freiwilligen Besuchsdienst und Informationsmaterial in japanischer Sprache.
  • Der aktuelle Vereinssitz ist in Bochum, mit Aktivgruppen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Karlsruhe, Stuttgart und München.
  • Das Team arbeitet vollständig ehrenamtlich (rund 200 Mitglieder, Stand 2019).

Ziele & Zielgruppe

Ziele:

  • Sicherstellung einer bedarfsgerechten und kultursensiblen Betreuung und Pflege japanischer Menschen.
  • Aufklärung und Information über das deutsche Hilfesystem im Alter, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung – vor allem in japanischer Sprache.
  • Schulung und Aufbau japanischsprachiger Ehrenamtlicher, z. B. Demenz-Supporter nach japanischem Modell „Caravan Mate“.

Zielgruppe:

  • Vor allem japanischsprachige Senior*innen und Pflegebedürftige in Deutschland – auch in Regionen mit kleiner Community.
  • Mitglieder japanischer Migrant*innenvereine und Unterstützer*innen in Stadtteilen mit japanischer Bevölkerung.

Wie arbeiten sie?

  • Demenz-Supporter- und Ehrenamtlichenschulungen (Train-the-Trainer) auf Japanisch, seit 2014 in mehreren Bundesländern .
  • Informationstätigkeit: Erstellung deutsch-japanischer Broschüren wie „Altwerden in Deutschland“ (2014, 2018) und eines Vorsorgeordners („Sonae“).
  • Beratung & Besuchsdienst: Ehrenamtliche besuchen japanischsprachige Senior*innen – auch dank Kooperation mit Alzheimer-Gesellschaft Berlin seit 2023.
  • Netzwerkarbeit: Partnerorganisationen wie Caritas Frankfurt, Kompetenzzentrum Pflegeunterstützung Berlin, verschiedene Tomonokai-Gruppen bundesweit.
  • Bundesweite Öffentlichkeitsarbeit: Beratung, Vorträge, Workshops – auf Anfrage auch in anderen Städten.

Angebote im Überblick

  • Demenz-Supporter-Trainings nach japanischem Modell („Caravan Mate“)
  • Workshops & Vorträge: z. B. über Pflegeversicherung, Patientenverfügung, Vorsorge – auf Japanisch und Deutsch.
  • Broschüren & Vorsorgeordner („Altwerden in Deutschland“, „Sonae“) zweisprachig verfügbar.
  • Ehrenamtlicher Besuchsdienst bei Pflegebedürftigen – kultursensibel, deutschlandweit, kostenlos.
  • Train-the-Trainer-Angebote zur Multiplikator*innen-Ausbildung in japanischer Sprache.

Wie erreicht man DeJaK‑Tomonokai?

  • Webseite: https://dejak-tomonokai.de
  • Sitz & Impressum:
    DeJaK-Tomonokai e.V.
    Am Holtkamp 59c, 44795 Bochum
    Vorstandsvorsitzende: Nozomi Spennemann
  • Kontakt per E-Mail: mail@dejak-tomonokai.de
  • Telefonisch oder vor Ort: lokale Gruppen (z. B. Berlin, Frankfurt, Düsseldorf) – Infos über die Webseite oder per Mail.
  • Mitgliedschaft und Spenden: Mitgliedsbeiträge und Spenden finanzieren die Arbeit – alle Angebote sind kostenfrei nutzbar .

Fazit

DeJaK‑Tomonokai e.V. ist ein wegweisender, bundesweit aktiver Verein zur kultursensiblen Alten- und Pflegehilfe für japanischsprachige Menschen in Deutschland. Durch ehrenamtliche Schulungen, Informationsmaterialien in zwei Sprachen, Besuchsdienst und starke Netzwerkarbeit leisten sie wichtige Arbeit für eine kleine, oft übersehene Migrant*innengruppe. Ihr Modell kann als Best Practice für andere kulturbezogene Pflegeinitiativen dienen.